Internationale Vorgaben für die Reinheit
- Autorin: Christiane Fath
Der Zweck der deutschen Trinkwasserschutzverordnung ist, „die Gesundheit des Menschen durch die Gewährleistung der Genusstauglichkeit und Reinheit des Wassers zu schützen.“ GROHE leistet dazu als führender Hersteller von Sanitärprodukten einen aktiven Beitrag, indem er in wasserführenden Produkten alle chemischen Stoffe, die innerhalb der Hausinstallation das Wasser verunreinigen könnten, allenfalls nur deutlich unterhalb der zulässigen Höchstgrenze erlaubt.
Die Gefährdung durch Einträge von Zuleitungs- und Armaturenmaterialien in das durchströmende Wasser ist seit langem bekannt. Vornehmlich betraf es die Belastung durch Blei. Das Schwermetall wurde, obwohl der römische Architekt Vitruv bereits vor über zweitausend Jahren auf seine Schädlichkeit hinwies, bis in die 1970er Jahre für Rohrleitungen verwendet.

Eigene Schmelzöfen ermöglichen GROHE die 100%-ige Kontrolle über die Qualität der Legierungen.
Heute darf Blei nur in einer vom Umweltbundesamt freigegebenen Menge als Bestandteil von Legierungen vorkommen. In der neuen GROHE Light Legierung konnte der Bleigehalt um 35% reduziert werden (und unterschreitet damit den in der Deutschen Industrienorm 1982 festgelegten Höchstwert um rund 40 Prozent.) Um das Beste für die Gesundheit seiner Kunden zu erreichen, hat GROHE seine gesamte Produktion seit Beginn des Jahres 2015 auf GROHE Light umgestellt und seine Prozesse entsprechend angepasst. Für die Unbedenklichkeit des zu verarbeitenden Materials tut GROHE jedoch mehr als einem Zertifikat Glauben zu schenken.

Neben der maschinellen Produktion werden einzelne Arbeitsschritte noch immer von Hand vollzogen um die zugesagte Qualität zu gewährleisten.
Durch den Betrieb eigener Schmelzöfen kann GROHE die Zusammensetzung von Legierungen zu 100% selbst steuern. Damit hat GROHE die vollständige Kontrolle über die Inhaltsstoffe und kann so die dem Verbraucher zugesagte Qualität gewährleisten. Insgesamt verarbeitet die Gießerei im Werk Hemer 5.000 Tonnen Messing im Jahr, wobei GROHE, im Sinne eines ganzheitlichen schonenden Umgangs mit der Umwelt, bis zu 80 Prozent davon aus recyceltem Material herstellt. Trotz der schon heute deutlichen Unterschreitung derzeitiger Höchstwerte ist der Hersteller mit der Kombination der bereits erwähnten GROHE Light Messinglegierung und der GROHE Zero® Technologie bereits einen Schritt weitergegangen. Unter dem Namen GROHE Zero® bietet GROHE Technologien, die ebenfalls die internationalen Vorgaben zum Kontakt von metallischen Materialien mit Trinkwasser übererfüllen. Armaturen mit GROHE Zero® Technologien verhindern, dass der Armaturenkörper Blei ans Trinkwasser abgibt. Durch eine separate innere Wasserführung aus Kunststoff kommt das eigentliche Leitungsrohr mit dem Trinkwasser nicht mehr in Berührung. Folgerichtig werden entsprechend ausgestattete Armaturen etwa für das Trinkwassersystem GROHE Blue® verwendet, so dass der Kontakt von Wasser mit bleihaltigem Metall ausgeschlossen wird.
GROHE recycelt einen Großteil seines Gießmaterials und steht damit Für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt.

Die GROHE Blue® Serie, die wir in unserer letzten Ausgabe im Detail vorgestellt haben, liefert für Zuhause oder im Büro gefiltertes und auf die optimale Trinktemperatur gekühltes Wasser in den Varianten still, medium und sprudelnd direkt aus der Armatur. Der CO2-Verbrauch reduziert sich so um mehr als 60 Prozent gegenüber Flaschenwasser. Das Anerkennen der Resolution „Recht auf Zugang zu sauberem Wasser“ als Menschenrecht durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen 2010 hat den weltweiten Ausbau einer Infrastruktur, die Menschen mit bedenkenlos verzehrbarem Wasser versorgt, zum Ziel. Während Hygiene in den Entwicklungsländern grundsätzlich behandelt werden muss, ist in den Ländern mit entwickeltem Lebensstandard Sorge zu tragen, dass Wasser frei von schädlichen Materialspuren fließt. Mittels Testreihen und einem sorgfältigen Qualitätsmanagement durch unabhängige Prüf- und Zertifizierungsstellen lässt GROHE fortlaufend sicherstellen, dass bei allen Produkten der rechtliche Anspruch an reines Trinkwasser mehr als eingehalten wird. Damit unterstreicht GROHE seinen Führungsanspruch in diesem wichtigen Segment täglichen Komforts.

Ein GROHE Mitarbeiter kontrolliert die Armaturen-Oberflächen nach der Galvanisierung.